Wir möchten Sie zu einem kleinen Spaziergang durch den Ortskern und seine unmittelbare Umgebung einladen.
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| Unser Spaziergang beginnt am Löschplatz. Hier ist die Liegestelle für die Binnen- und Fahrgastschiffe, die Stolzenau auf der Weser anlaufen. Der Uchter Mühlenbach verbreitert sich hier zum Mühlenteich, an dem bis vor wenigen Jahrzehnten die Stolzenauer Wassermühle stand. | ![]() |
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Ein Stückchen weiter erscheint auf der linken Seite das denkmalgeschützte Ensemble des Amtsgerichtes. Einst gehörte dieses Grundstück zur Burg der Grafen von Hoya. Seit 01. Oktober 1852 wird der ehemalige Burgmannshof als Amtsgericht genutzt. Heute ist das Amtsgericht die letzte bestehende Behörde in Stolzenau, die ihren Ursprung in der alten gräflichen Residenz hat. Erst im Jahre 1953 wurde das Dienstgebäude des Gerichts durch umfassende Umbauarbeiten im Innern den Erfordernissen der Zeit angepaßt. |
| Weiter geht es zum Mittelpunkt des Ortes mit seinem mittelalterlichen Straßenmarkt und der Lindenallee. Auf dem Marktplatz findet Jahr für Jahr in der Zeit von Mai bis Oktober dienstags der Wochenmarkt statt. Man findet hier heimische Genüsse oder trifft sich einfach nur zu einem kleinen Plausch. Gegenüber befindet sich das Rathaus in seiner Backsteingotik, das im Jahre 1884 erbaut wurde. Das alte Postgebäude direkt daneben dient heute als Erweiterung des Rathauses. | ![]() |
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Etwas weiter befindet sich auf der linken Seite die Straße 'Hinterm Dahle', die sich seit jeher seinen romantischen und ursprünglichen Charme bewahrt hat. Rechts liegt der Freihof des Baron von Münchhausen, der seit 600 Jahren im Familienbesitz eines Verwandten des berühmten Fabulierers aus Bodenwerder ist. Gegenüber dem Garten derer von Münchhausen stand eine im Jahre 1835 erbaute Synagoge nebst Schule. Die Schule wurde von hiesigen und auswärtigen Schülern aus Leese besucht. Im Jahre 1925 wurd die Schule wegen zu geringer Kinderzahl aufgelöst. Die Synagoge fiel der Progromnacht zum Opfer. Die Mauerreste wurden später entfernt. Dies bedeutete das Ende von mindestens 260 Jahren jüdischen Lebens in Stolzenau. Heute erinnert unter anderem der jüdische Friedhof im Norden Stolzenaus an diese Zeit. |
| Die 'Hohe Straße' und die 'Lange Straße' sind die Hauptgeschäftsstraßen in Stolzenau. In der 'Hohen Straße' finden sich Bauten aus verschiedenen Epochen der Stolzenauer Geschichte, darunter jahrhundertealte Bürgerhäuser und Wohnhäuser aus den 30er Jahren. Viele dieser alten Häuser erstrahlen seit der Ortskernsanierung in neuem Glanze. | ![]() |
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Weiter geht es zum Feuerwehrgerätehaus mit dem Storchennest. |
| In der 'Langen Straße'trifft man auf ein einmaliges Wahrzeichen Stolzenaus - den gedrehten Turm der St. Jacobi Kirche aus dem Jahre 1679. Zu der Entstehung des gedrehten Turmes gibt es die unterschiedlichsten Legenden. In einer Legende heißt es, daß der Teufel den Kirchturm verdreht hat, als er das Gotteshaus aus dem Boden reißen wollte. In Wirklichkeit jedoch schuf die große Kunst der Bauhandwerker des 17. Jahrhunderts das Wahrzeichen unserer Wesergemeinde. | ![]() |
| Die jetzige Kirche wurde 1828 bis 1830 anstelle der wegen Baufälligkeit abgebrochenen ersten Kirche nach Plänen des Konsistorialbaumeisters Heller erbaut. Bei der Renovierung der Kirche in den Jahren 1982 / 1983 wurde die Deckenbemalung sowie die Farbgebung des Innenraumes in der ursprünglichen klassizistischen Gestaltung wiederhergestellt. Die Orgel der St. Jacobi Kirche ist nach der Loccumer Stiftskirchenorgel das größte Instrument des Kirchenkreises Stozenau - Loccum. Sie zählt 32 Register. Aber auch sonst befinden sich in der Kirche beachtenswerte Ausstattungsstücke wie z. B. der romanische Taufstein, der Wappenstein und das Bild Martin Luthers aus dem Jahre 1817. | |
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Ein Stückchen weiter gelangt man rechts in die 'Krumme Straße'. Diese Straße ist ebenfalls ein gelungenes Beispiel für die Ortskernsanierung in Stolzenau. Sie führt vorbei an dem sehenswerten Anwesen des Grafen von Hardenberg. Biegt man anschließend rechts in die 'Bahnhofstraße', überquert man über die Sedanbrücke den Mühlenteich und gelangt in die 'Schlüsselburger Straße'. |
| Die 'Schlüsselburger Straße' verläuft entlang der Weserkampfbahn und des beheizten Freibades (Tipp: Wenn Sie vor dem Freibad einen kleinen Abstecher nach rechts machen, führt Sie dieser an der Tennishalle vorbei zu der im Jahre 2001 eingeweihten Grundschule 'Regenbogenschule Stolzenau'). Hinter dem Schießsportzentrum führt links ein neu angelegter Rundwanderweg. Dieser beschilderte Weg schlängelt sich durch eine reizvolle Hecken- und Seenlandschaft und weiter unter der Weserbrücke hindurch ... |
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| ... bis zu unserem Ausgangsort - dem Löschplatz.
Durch die direkte Lage am Weserradweg ist Stolzenau ein gern besuchtes Ziel für Radfahrer, zahlreiche kulturelle und kulinarische Angebote laden zum Verweilen ein. |